AK zeichnet SchülerInnenprojekte für kritischen Blick auf die Arbeitswelt
aus
AK Projektinitiative: Wiener Schulen präsentierten ihre Arbeiten (Mi,
26.Mai 2010)

Wien (OTS) - Von Kritik an der Ausbeutung von Zuwanderern bis zur Auseinandersetzung mit zunehmendem Arbeitsdruck reichen die Themen der SchülerInnenprojekte, die heute in Wien von der AK Projektinitiative Arbeitswelt ausgezeichnet wurden.
Den ersten Preis bekam
die Fachschule in der Wiener Kalvarienberggasse
für ein globa-lisierungskritisches
Theaterstück, Zweite wurden ex aequo SchülerInnen der höheren
Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Wien 10 und der Handelsakademie
Augarten für Projekte rund um das Thema Bewerbung, der dritte Preis ging
an das Ausbildungszentrum der Caritas für ein Musical über die Folgen
ständig höherer
Produktivität. Vergeben wurden die Preise bei einer Präsentation
aller Projekte im Rahmen der Initiative. "Wir wollen wissen, was die
Anliegen der jungen Menschen sind", so Gabriele Schmid, Leiterin der
AK Wien Abteilung Bildungspolitik. Gleichzeitig unterstützt die AK mit
ihrer Initiative, dass die SchülerInnen gesellschaftliche und Arbeitswelt-Themen
wie in der richtigen Arbeitswelt bearbeiten: in Teams, fächerübergreifend,
in Kontakt mit Institutionen von außerhalb.
Mit dem Theaterstück
"Tanz in eine andere Welt" kritisieren die SchülerInnen der
Fachschule Kalvarienberggasse Profitstreben und Arbeitsverhältnisse,
die jeglicher Menschenwürde entbehren. Sie haben das Stück selbst
verfasst und aufgeführt. Dabei erzählen sie, wie der
jugendliche Afrikaner Anthony als Zuwanderer in der "globalisierten"
Arbeitswelt benützt und ausgebeutet wird. Die SchülerInnen der höheren
Lehrananstalt für wirtschaftliche Berufe Wien 10 setzten Bewerbungssituationen
als Film um, ihre KollegInnen in der Handelsakademie Augarten richteten eine
"Übungsfirma" ein, in der Lehrlinge ihre Rechte am Arbeitsplatz
kennenlernen können. Die SchülerInnen des Caritas-Ausbildungszentrums
schrieben das Musical "Momo". Es geht um das Thema "Zeit"
in der Arbeit - und darum zu reflektieren, wie gesteigerte Produktivität
in der Arbeitswelt ihren Preis hat, den oft jemand anderer tragen muss.
Insgesamt liefen im heurigen Schuljahr elf SchülerInnenprojekte im Rahmen
der AK Initiative Arbeitswelt. Die beteiligten SchülerInnen präsentierten
einander heute ihre Projekte. Ziel der Arbeiterkammer: Die SchülerInnen
sollen sich mit Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitswelt auseinandersetzen
können - neun von zehn SchülerInnern werden später selbst einmal
ArbeitnehmerInnen sein. Wesentlich ist auch, dass in den Projekten so gearbeitet
wird wie später in der Arbeitswelt: Für die Projekte arbeiteten
die SchülerInnen in Teams, die Themen wurden in mehreren Fächern
gleichzeitig behandelt und zur Recherche gingen die SchülerInnen auch
aus der Schule hinaus.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Peter Mitterhuber
Tel.: (+43-1) 501 65-2347
mailto:peter.mitterhuber@akwien.at
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OTS0091 2010-05-26/10:39
261039 Mai 10
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