Fachschulen und Aufbaulehrgang Kalvarienberg

Die Geschichte unserer Schule

Die Geschichte des Hauses Kalvarienberggasse 28 in Hernals

1745 erteilte Maria Theresia die Bewilligung, eine Residenz (ein neues Ordenshaus) für die Pauliner-Eremiten zu bauen. Die Mönche wohnten bis
1784 in diesem Gebäude und übersiedelten im Zuge der Klosterreformbewegung von Josef II nach Ungarn.

1785 wurde beschlossen, dass die Zöglinge des Offizierstöchter-Erziehungs-Instituts von St. Pölten nach Wien auf den Kalvarienberg übersiedeln. Der Umzug erfolgte am 6. Oktober 1786.

Der erste Erweiterungsbau wurde 1858 abgeschlossen (Richtung Geblergasse). 1870 gab es Platz für 80 Zöglinge.Durch die Geldspenden von Kaiserin Elisabeth anlässlich des 100jährigen Jubiläums 1875 wurde ein weiterer Zubau möglich (zwei Marmortafeln im Eingangsbereich wurden angebracht).

Ab 1880 wurde das K. u. K. Offizierstöchterinstitut zur Lehrerinnenbildungsanstalt. 1881 erfolgte die Grundsteinlegung für den Gartentrakt. Neue Lehrsäle, eine naturwissenschaftliche Abteilung und ein Kindergarten wurden errichtet. 1887/88 wurde eine Kapelle im neu-romantischen Stil gebaut. 1890 besuchten 160 Schülerinnen das K. u. K. Offizierstöchter-Erziehungs-Institut.

1918 übernahm die Republik Deutsch-Österreich Schule und Haus. Als staatliche Schule hieß unsere Schule die Bundeserziehungsanstalt für Mädchen Wien 17.

In den 20er Jahren waren im Gebäude Kalvarienberggasse 28 folgende Schultypen untergebracht:

Kindergarten
Kindergärnterinnen-Bildungsanstalt
Übungsschule
Lehrerinnen-Bildungsanstalt
Handelsschule
Deutsche Mittelschule
Deutsche Oberschule

In der deutschen Oberschule maturierte im Schuljahr 1927/28 Herta Firnberg, die in den 70er Jahren Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung war. Die Schülerinnen übersiedelten 1934 in die Boerhaave-Gasse im 3. Bezirk. Diese Schule heißt heute „Höhere Internatsschule des Bundes Wien“ (ein Gymnasium).

1935 benützte die Vaterländische Front einige Räume des leerstehenden Gebäudes.
1936 übersiedelte das heutige Gymnasium Geblergasse von Kalvarienberggasse 31 in unser Schulhaus.
Nach dem Einmarsch Hitlers war das Haus Eigentum des Deutschen Reiches.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam die Liegenschaft Kalvarienberggasse 28 an die Bundesgebäudeverwaltung Wien.
1953 kommt der Gebäudekomplex Kalvarienberggasse 28 unter Denkmalschutz.

Der untere Teil des Gebäudes wird 1957 von der SPÖ gekauft. An der Ecke zur Hernalser Hauptstraße entstand vorerst ein Volkskino, 1981 zog die BAWAG ein.

1945 übersiedelt das Bundesgymnasium in die Geblergasse, eine Finanzschule zieht bis 1961 ein. Von 1981 bis 1983 befand sich die Bundes-Bildungsanstalt für Arbeitslehrerinnen in diesem altehrwürdigen Haus.

1983 wurde die Bildungsanstalt für Arbeitslehrerinnen durch die Bundesfachschule für wirtschaftliche Berufe abgelöst. Parallel zur Fachschule führten wir bis 1998 einen einjährigen Lehrgang für medizinische Verwaltung. Seit 1995/96 führen wir eine einjährige Wirtschaftsfachschule (deren Name vorher „Haushaltungsschule“ war). Seit dem Jahre 1998 bieten wir auch eine dreijährige Fachschule für Sozialberufe an. Unser derzeitiger SchülerInnenstand ist ca. 390.

Im Schuljahr 2010/2011 ist es uns gelungen am Schulstandort einen Aufbaulehrgang für wirtschaftliche und soziale Berufe einzurichten.